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Auf die Umweltpolitik übertragen, bedeutet das Nachhaltigkeitprinzip, dass die Entnahme von Rohstoffen aus der Natur und die Einbringung von Schadstoffen in die Natur nur in dem Umfang erfolgt (erfolgen darf), in dem die Natur bzw. das entsprechende Ökosystem diese Änderungen auffangen kann. Das Prinzip wird aus der Verpflichtung hergeleitet, die natürlichen Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen zu erhalten. Der Begriff Nachhaltigkeit steht also in engem Zusammenhang mit Fragen des Umweltschutzes und der Generationengerechtigkeit. Eine nachhaltige Reduzierung von Treibhausgasen kümmert sich also nicht nur um die Beseitigung aktueller Umweltverschmutzung, sondern versucht auch, eine Perspektive auf Jahrzehnte in die Zukunft zu entwickeln. Nachhaltige Methoden bedeuten auch, dass Konzepte in die Wirklichkeit so eingebettet werden, sodass sie nicht auf Dauer scheitern, weil sie nicht mehr umgesetzt oder nicht genutzt werden. So hat sich z.B. herausgestellt, dass die Lieferung von Nahrungsmitteln in ärmere Länder, aber auch die Installation von Wasserpumpen keine Garantie für eine zukünftig gute Versorgung der Bevölkerung darstellen. Nachhaltige Konzepte tragen sich z.B. selbst, oder ihre Wirkung (z.B. durch radikale Gesetzesänderungen) ist so stark, dass eine langfristige, dauerhafte Umkehr einer bisherigen Fehlentwicklung vollzogen wird. Es gibt verschiedene Auffassungen von Nachhaltigkeit:
Das "Drei-Säulen-Modell" geht von der Vorstellung aus, dass Nachhaltigkeit durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen, die den o.g. Nachhaltigkeitsprinzipien entsprechen, erreicht werden könne. Dabei können diese drei Dimensionen unterschiedlich gewichtet werden. Man unterscheidet zwischen "schwacher" und "starker" Nachhaltigkeit: Von schwacher Nachhaltigkeit redet man, wenn man davon ausgeht, dass es egal ist, in welcher Dimension Kapital erhalten bleibt bzw. geschaffen wird. So wäre es im Rahmen schwacher N. z.B. akzeptabel, wenn Naturressourcen und damit Naturkapital erschöpft würden, wenn dem dafür angemessene Mengen geschaffenes Humankapital oder Sachkapital gegenübersteht. Vereinfacht ausgedrückt: Es ist okay, wenn ein Wald abgeholzt wird, wenn daraus genügend Papier hergestellt wird. Starke Nachhaltigkeit bedeutet, dass Naturkapital nur sehr beschränkt bzw. gar nicht ersetzbar durch Human- oder Sachkapital ist. Ein Beispiel dafür ist das "Leitplankenmodell". Ihm zufolge bilden die ökologischen Parameter, die langfristig stabile Lebensbedingungen auf der Welt sichern, einen Entwicklungskorridor, der unbedingt zu beachten sei. Nur innerhalb dieses Korridors bestehe ein Spielraum zur Umsetzung wirtschaftlicher und sozialer Ziele.
Nachhaltigkeit hat eine Menge mit Eigentum zu tun. Der Eigentümer ist naturgemäß bedacht auf die Werterhaltung seines Eigentums. Anders bei Gemeineigentum: Bekannt ist das Allmende-Problem - Die Allmende (Dorfwiese) war immer völlig abgegrast, weil jeder seine Ziegen darauf trieb. Ähnlich beim Meer - Jeder fischt es leer und kippt seinen Abfall rein. Mit Eigentum würde man das nicht machen. Eigentum ist aus ökonomischer Sicht der Schlüssel zur Nachhaltigkeit. Bedingt durch seine Popularität hat die Aussagekraft des Begriffes in den letzten Jahren allerdings abgenommen. Der Begriff wird inflationär benutzt, häufig ohne ein tatsächliches Verständnis seiner Hintergründe. (Quelle: www.wekipedia.de)
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